Bezirksgeorgstag am Staffelberg

Erschienen am 28. Juni 2017 in Bezirk

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Die DPSG, deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, feiert traditionell den Namenstag ihres Schutzheiligen mit gemeinsamen Gottesdiensten, Spielen und dem Pflegen von Freundschaften.
Dieses Jahr trafen sich die Stämme aus dem gesamten Bezirk Obermain, nach einer Sternfahrt mit dem Zug, in Bad Staffelstein.
Somit waren ca. 100 aktive und ehemalige Pfadfinder aus den Stämmen Hl. Kreuz (Bayreuth), St.Georg (Friesen), St. Kilian (Altenkunstadt), Andechs-Meran (Lichtenfels) und Andechs-Rothenau (Bad Staffelstein) gemeinsam unterwegs.
Der Wechsel zwischen Fröhlichkeit und Besinnung prägt stets den Charakter von Pfadfinderveranstaltungen. Bei dieser Aktion ging die Besinnung vor allem um die Frage, warum Georg der Drachentöter als Patron der Pfadfinder erwählt wurde und wie er als Vorbild dienen kann.
Seine Aktualität ist schnell zu erkennen, wenn man sich die „modernen“ Drachen – im übertragenen Sinne – betrachtet. Mit Fragen zur Selbsterforschung und einigen Beispielen der inneren Drachen, wurde dieses schwierige Thema in kindgerechte Worte gefasst.
– Vorurteile: „Es ist schwieriger Vorurteile zu zertrümmern als Atome.“ ( Albert Einstein )
– Habsucht: Das stete Streben nach materiellem Besitz, hindert uns an echter Nächstenliebe.
– Gewalt: Der Spruch aus dem Alten Testament „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ wird auch in unserer aufgeklärten, westlichen Gesellschaft viel zu oft als Leitmotiv gewählt.
– Resignation: Sie ist ein Ausharren in untragbaren Zuständen und nimmt uns Kraft und Hoffnung.
Sollte man nicht den Drachen der Resignation zuerst bekämpfen, um nicht schon von vornherein vor allen anderen Drachen zu kapitulieren?
Auf halbem Weg zum Staffelberg wurde der Pfadfindergründer Baden Powell zu der Wahl des Schutzheiligen zittiert.
Denn ein Pfadfinder sollte, wie der heilige Georg, auch in „Schwierigkeit und Gefahr weder Ausweichen noch Furcht kennen“.
In der Adelgundiskapelle, auf dem Staffelberg, fand dieser Gedanke in einem Wortgottesdienst mit Liedern und Gebeten seine Fortsetzung. Bei dieser Gelegenheit wurde das Pfadfinderversprechen gemeinsam erneuert. Der kirchliche Teil endete mit dem Friedensgruß und der Aussendung „mit der Kraft des St. Georgs“ in die Welt.
Doch auch Spiel, Spaß und die Pflege von Freundschaften dürfen bei Pfadfinderaktionen nicht zu kurz kommen. Das beliebte „Chaosspiel“ auf dem Plateau des Staffelbergs schloss sich an eine kleine Naschpause an. Die Kinder und Jugendlichen wurden in alters- und stammesgemischte Gruppen aufgeteilt, um gemeinsam verschiedene Aufgaben zu meistern. Das Spielen und Rennen über die große Fläche war sehr anstrengend und so knurrte vielen bald der Magen.
Die Erwachsenen hatten sich derweil ums leibliche Wohl gekümmert und vor der Pfadfinderhütte den Grill angeschürt. Bei Steak, Bratwurst und Grillkäse saßen dann Kinder und Leiter der verschiedenen Stämme bunt gemischt beieinander. Dieses gemütliche Beisammensein wurde allerdings durch den langsam einsetzenden Regen und den Blick auf die Uhr gestört – die angereisten mussten ja ihre Züge erreichen.
Nach einem gemeinsamen Abschlusskreis begaben sich dann alle auf den Heimweg.
Zuhause haben alle, vor allem die Grüpplinge, viel zu berichten. Denn die vielen neuen Eindrücke, Erfahrungen und auch Freundschaften werden noch einige Zeit für Gesprächsstoff sorgen.

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